Johanna Bartl

aus Dessau, Grafikerin

Aufenthalt: 01.01.2003 - 30.06.2003

Kurzvita

Johanna Bartl wurde 1956 in Erfurt (Thüringen) geboren. Von 1977 - 1982 studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Nach Ihrem Studium war sie als freischaffende Künstlerin in Tylsen (Altmark) tätig. Ab 1987 folgten Arbeitsaufenthalte an verschiedenen Orten. Seit 1995 ist sie Mitglied im Deutschen Künstlerbund Dessau.

Künstlerischer Werdegang:

1982-87 bewußte Beschränkung auf Zeichnungen (figurativ aus der Vorstellung,
Landschaft vor der Natur). Elementarisierung der Zeichnung zur Bewegungsspur und
Wahrnehmung des Papiers als lichtreflektierende Fläche führen zu Arbeit mit Zeit und
Raum. Dabei fortwährende Erweiterung der Arbeitsmittel:
Veränderung von Tageslicht, Bewegungen, die Wandlungen von Materie, Strukturen,
Verhältnissen, Zeichen werden benutzt oder inszeniert, um Wahrnehmung, deren
veränderlichen Bedingungen und den Kontext zu thematisieren.
Dazu nun das jeweils verfügbare Medium: Zeichnung, Schrift, Fotografie, Video;
Lichtfelder und Schattenbilder mittels Tageslicht oder Dia/Overhead-Projektoren.
Reflexion, Ergänzung, Transformation einer vorgefundenen Situation.
Zunehmendes Interesse an der Intervention in alltäglichen Räumen, die nicht für
künstlerische Arbeit prädestiniert sind.
Seit 1995 langfristige Projekte, die andere Menschen gezielt zu Reflexion, Erinnerung,
Äußerung, Kommunikation anregen und diese vernetzen:
Gedächtnis. ein Archiv (seit 1995), Inschrift und Buch (1999 2002),
Bäume (2002/03), Nachbarn (seit 2002), GartenArbeit (2007)
seit 2000 kontinuierliche Aufzeichnungen [Fragmente und Studien]. nach Novalis
seit 2004 auch akustische Werke und ortsbezogene akustische Installationen

Einzelausstellungen bzw. ortsbezogene Installationen (Auswahl):
1995 „ZEIT RAUM Bauhaus Dessau“ Bauhausgebäude Dessau
„Schlachthof. Wandlung.“ Galerie Materialwaren & Südfrüchte von Otto Koch
Dessau
1996 „Passage“ Installation am ehemaligen Standort der Synagoge in Dessau
1996/97 „ZEIT RAUM Frankfurt (Oder)“ Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder
1998 „Licht Bild“ und „Modulation“ Dorfkirchen bei Seelow (Brandenburg)
1999 „ZEIT RAUM Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg“ Kunstmuseum dss.
2001 „Brunnen. Horizont“ Galerie Inga Kondeyne, Berlin
2002 „Felder“ BWA/Galeria Labirynt, Lublin (Polen)
2003 „ZEIT RAUM kleine Synagoge“ Begegnungsstätte Kleine Synagoge Erfurt
2004 „Wege Felder Licht‘ Museen der Stadt Salzwedel
„Passage“ (akustische Installation) Staatliches Museum Schwerin
2005 Galeria Foksal Warschau
„Potentiale“ Galeria Labirynt BWA Lublin
2006 „Winter“ (akustische Installation) Ebene +14 Hamburg City Nord
2007 „gegen.über“ Neue Kunst im Hagenbucher Heilbronn
2008 „über.gegen“ Heilbronn
„vor.über Große Bergstraße“ Blinzelbar Hamburg

Permanente Installationen in Folge von Wettbewerben Kunst am Bau:

1997 Ostdeutsche Sparkassenakademie Potsdem „LICHT BILDER“ und „STAND ORT“
1999 Innenministerium Mecklenburg Vorpommern/Arsenal Schwerin..“Wortvorrat“
2000 Hochschule für Musik und Theater Rostock „Sonnengesang“
2001/02 Vertretung des Landes Sachsen Anhalt in Berlin „Inschrift und Buch“

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1997 „lmageNations“ Fine Arts Building Gallery Edmonton/Kanada
„Eisen“ Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
(mit Heinz Breloh und Jörg Herold)
1998 „Macht des Raumes“ Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder)
1999 „Verlängerte Frohe Zukunft“ Staatliche Galerie Moritzburg Halle
2000 „Photographie am Ende?“ AKI Halle, Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Photographie
2001 „Licht und Dunkel“ Staatliche Galerie Moritzburg Halle
2003 „Landschaft(en)“ Staatliche Galerie Moritzburg Halle
2006 orderliness and feeling Galeria BWA Lublin
2007 „1980–2005 Objekte, Skulpturen, Installationen“ Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder)
2008 „vom Gartenreich zum Bauhaus“, Anhaltischer Kunstverein
z.Zt. Ausstellung der Sammlung Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
und Projekt „Gewächshaus“ mit Olaf Wegewitz und Wieland Krause im Skulpturenpark

Performances:

„Wandlung/Change“: 1995 Bauhaus Dessau, 1996 Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder),
1997 Konferenz für Visuelle Poesie an der Universität von Alberta in Edmonton/Kanada,
1999 Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, 2004 Kunst im
Hagenbucher Heilbronn, Staaliches Museum Schwerin
„Selbstbild“: 2002 Projektraum Deutscher Künstlerbund Berlin
2005 „ZEIT RAUM Röder Hof“ Performance mit Schlagzeug, Kunstverein Röderhof
2007 „gegen.über“ Neue Kunst im Hagenbucher Heilbronn

Videos:

Park 1993; Keller.Licht 1994; ZEIT RAUM Tylsen 1995; Sozialtrakt 1994;
Schlachthof.Wandlung 1995; ZEIT RAUM Wiepersdorf 1999; bewegen 1993/99
nichtvorhergesehen 2006; gegen.über 2006, über.gehen Heilbronn 2007,
vor.über Große Bergstraße Hamburg-Altona 2008

akustische Werke:

es geschieht und du lebst CD 2003, Freitag/Samstag CD 2003, Passage CD 2004,
atmen CD 2004, Überfahrt CD 2004, Herbst CD 2005, Winter CD 2006

Projekte zur Vermittlung von Kunst im öffentlichen Raum:
1991–93 Kunst aktiv in den Museen der Stadt Salzwedel (Jenny Marx Haus)
seit 1995 Kunst aktiv im K.I.E.Z. Dessau (Büro Otto Koch)

Stipendien/Preis:

seit 1994 mehrere Arbeitsstipendien des Landes Sachsen Anhalt
1999 Aufenthaltsstipendium Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf
2000 Aufenthaltsstipendium Virginia Centre Of The Creative“ Arts
2000 1. Preis im Wettbewerb Kunst am Bau Universitätsbibliothek Magdeburg für
„Gedächtnis. ein Archiv“ (bisher nicht realisiert)
2007 Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt (Kunst und Wissenschaft)
2007 Gastatelierstipendium Kulturbehörde Hamburg

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