CHEN Chengwen & Tobias Klich präsentierten Programm „Erkennen des Anderen“
Das Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises Salzwedel war auch in diesem Jahr wieder Spielort im Rahmen des 30. Musikfestes Altmark. Mehr als 30 Zuhörern wurde ein kleiner Einblick in das kreative Schaffen des aktuell gastierenden Stipendiaten CHEN Chengwen gewährt. Der aus Taiwan stammende Komponist präsentierte sein Werk „Erkennen des Anderen“, gespielt von Tobias Klich auf der Gitarre. Auf dem Programm des Gitarristen Tobias Klich standen außerdem weitere neue Werke für Gitarre solo, die in enger Zusammenarbeit mit den Komponistinnen und Komponisten Younghi Pagh-Paan (Korea), Seungwon Yang (Korea) und Farzia Fallah (Iran) entstanden sind. Das Instrument Gitarre mit asiatischen Klangvorstellungen zu konfrontieren, bedeutet, frische neue Perspektiven zu gewinnen – durch das „Andere“ das „Eigene“ erkennen.
Chen Chengwen ist tätig als freischaffender Komponist im vokal-instrumentalen sowie im elektroakustischen Bereich. Geboren in Taiwan, lebt und arbeitet er seit 2010 in Deutschland. Seine Kompositionen schaffen oft neue Hörsituationen, indem sie scheinbar Vertrautes als Fremdes erklingen lassen, die Körperlichkeit der Musiker in außergewöhnlicher Weise inszenieren oder neue Konzertformen erforschen. Im Vordergrund steht dabei das akustische Denken, das durch elektroakustische Hörerfahrungen inspiriert ist, z.B. durch spektrale Sprachanalysen, räumliche Perspektiven oder die Entwicklung von hybriden Instrumenten-Klangkörpern. Eine wichtige Rolle spielt die musikalische Auseinandersetzung mit transkulturellen Erfahrungen und Fluidität. Weitere Infos zum Künstler: https://chenchengwen.com/
Tobias Klich ist Komponist, Gitarrist, Musikfilmemacher und bildender Künstler. Seine transdisziplinären Arbeiten untersuchen oft den polyphonen Zusammenhang von Hören und Sehen vor dem Hintergrund philosophischer und gesellschaftlicher Fragestellungen. Als Gitarrist widmet er sich insbesondere der Initiierung neuer Gitarrenwerke. Mehr Infos zum Künstler: https://tobiasklich.com/
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Das Musikfest Altmark wird vom Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel getragen. Es wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert und durch die Kreissparkasse Stendal sowie die Sparkasse Altmark West ideell und finanziell unterstützt. Das gesamte Programm des Musikfestes Altmark 2025 finden Sie online auf www.musikfest-altmark.de/ und im Programmflyer. Besuchen Sie gern auch andere Veranstaltungen des 30. Musikfestes Altmark. Es findet vom 09.08. bis 05.11.2025 in der ganzen Altmark statt. @_AMK

@_Verein: CHEN Chengwen (v.r.) und Tobias Klich (Gitarre) präsentierten Programm im Künstler- und Stipendiatenhaus
02.07.2025
Ausstellung StipendiatenART:
Arbeiten von Mariel Poppe und Florian Glaubitz im Johann-Friedrich-Danneil-
Traditionell gibt das Danneil-Museum den bildenden Künstlern, die im Vorjahr als Stipendiaten in Salzwedel weilten, ein Podium für ihre Werke. Im Jahre 2024 waren das Mariel Poppe aus Berlin und Florian Glaubitz aus Münster.
Mariel Poppe
Für die Zeit des dreimonatigen Arbeitsstipendiums hat sich Mariel Poppe dem Thema Turm als Architektonisches Ausrufezeichen verschrieben. Aus alten Ziegel-Fundstücken und Miniaturziegeln baut sie mögliche und unmögliche Turmbauten, denen die Macht der Monumente entzogen ist: Türme, krumm und schief, perfekt unperfekt, manieristisch verspielt und bizarr surreal.
Insbesondere werden Türme als Marker in Städten und in der Landschaft wahrgenommen. Von oben bieten sie Überblick, von unten Orientierung. Von den zahlreichen, eigen- und einzigartigen Turm- und Torbauten der Altmark inspiriert, entstanden eine Reihe „Architektonischer Ausrufezeichen“.
Florian Glaubitz
Im Rahmen seines Aufenthalts im Künstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel hat Florian Glaubitz den Stadtraum sowie das Leben der Menschen vor Ort fotografisch erkundet. Im Spannungsfeld zwischen alltäglichen Eindrücken und dem kulturellen Wandel hinterfragt Glaubitz die Dynamik von Öffentlichkeit und Privatheit.
„Ich möchte nicht nur eine Serie von Einzelbildern schaffen, sondern ein Cluster von Eindrücken, das aufzeigt, was ein ‚Miteinander‘ bedeuten kann“, erklärt der Künstler. Seine Arbeiten laden dazu ein, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen und alltägliche Prozesse bewusster wahrzunehmen.“
Viele interessierte Besucher folgten der Einladung zur Ausstellungseröffnung am 5. Juni in das Johann-Friedrich-Danneil-

Die Ausstellung wird bis 31. August 2025 im Danneil-Museum Salzwedel gezeigt.
23.04.2025
Stipendiumsprojekt „Innere Landschaft“: Zwischen Wachs, Papier und Cyantopien
Altmarkkreis Salzwedel, 17.04.2025: Menschen mit ihren Beziehungen zueinander und zur Welt stehen im Mittelpunkt der Arbeiten der freiberuflichen Bildhauerin und Grafikerin Adelheid Fuss, die seit Anfang April im Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises Salzwedel wohnt und arbeitet. „Meine grafischen und plastischen Arbeiten beziehen sich oft aufeinander, spielen mit Bewegung und mit dem Raum.“, erläuterte Adelheid Fuss zum Pressegespräch am 15.04.2025 im Atelier des Künstler- und Stipendiatenhauses, wo sie sich bereits eingerichtet hat. An den Wänden sind kleine Zeichnungen verteilt, auf den Tischen liegt alles was das Künstlerherz begehrt, von Zeichenmaterialien über Werkzeuge bis hin zu Wachsresten, während in der Mitte des Raumes eine noch unvollendete Plastik thront. „Ich arbeite eher intuitiv. Am Anfang beginne ich meistens mit einer wagen Idee, die sich dann während des Arbeitens weiter entwickelt.“, so die Künstlerin. Im Rahmen ihres vierteljährigen Aufenthaltes im Künstler- und Stipendiatenhaus in Salzwedel möchte sich Adelheid Fuss mit einem Projekt unter dem Titel „Innere Landschaft“ auseinandersetzen. Aus Zeichnungen, Abformungen und den gewonnenen Eindrücken in Salzwedel werden Grafiken und Plastiken entstehen.
Im ersten Teil Ihrer Arbeit im Künstler- und Stipendiatenhaus stehen die plastischen Portraits im Fokus. Es sind fiktive Personen, die ähnlich wie die Figuren eines Romans, von eigenen Erfahrungen und Begegnungen in der Stadt inspiriert sind. Besonders fasziniert ist Adelheid Fuss von Wachs und Papier: „In den kommenden Wochen werde ich diese beiden Materialien kombinieren und versuchen aus Papier, das als flaches Blatt sicher in jedem Haus zu finden ist, Köpfe zu formen.“
Im zweiten Teil ihrer Arbeiten plant Adelheid Fuss eine Serie von Cyanotypien und Tuschezeichnungen. Dabei wird das Thema „Erinnerung“ aufgegriffen, beziehungsweise was der Mensch als Erinnerung speichert. Adelheid Fuß interessiert sich in diesem Zusammenhang besonders dafür, welche Auswirkungen die Erfahrungen und Prägungen auf das soziale Verhalten untereinander hat.
Zeit und vor allem Ruhe zum Arbeiten hat Adelheid Fuss im Atelier des Künstler- und Stipendiatenhauses zu genüge. Genau deswegen hatte sie sich auch bewusst für das Stipendium in der Hansestadt entschieden. „Salzwedel ist für mich nicht vollkommen unbekannt. Schon vor meinem jetzigen Aufenthalt habe ich die Stadt bei einem Ausflug von ihrer besten Seite kennenlernen dürfen.“, so die Künstlerin und ergänzt, dass ihr ein Stipendiumsaufenthalt im Künstler- und Stipendiatenhaus auch von einigen Kommilitonen der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle wegen der Ruhe und Natur ans Herz gelegt wurde. Jetzt aber freut sie sich zunächst auf die Osterfeiertage, welche sie natürlich mit einem Stück Baumkuchen begehen wird.
Mehr zu Adelheid Fuss
Die 1977 in Sibiu, Rumänien, geborene Adelheid Fuss begann 1997 ein Studium der Romanistik und Slawistik in Tübingen. 1999 bis 2002 folgte eine Ausbildung zur Holzbildbauerin in Flensburg. Von 2002 bis 2009 absolvierte Adelheid Fuss ein Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) bei Prof. Bernd Göbel.
Seit dem Erhalt ihres Diploms im Jahre 2009 ist sie als Bildhauerin und Grafikerin freischaffend tätig. Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich seit über zehn Jahren in der Kunstvermittlung, hauptsächlich als Dozentin an der Kunstschule Potsdam. Mehr zu Adelheid Fuss und ihren Werken finden Sie hier: http://www.adelheid-fuss.de
@_AMK
09.01.2025
Salzwedeler Sammelsurium
Am 8. Dezember haben die ehemaligen Stipendiaten Christian Kreis und Christine Hobar bei ihrer Lesung unter dem Titel „Rot- oder Glühwein“ das „Salzwedeler Sammelsurium“ vorgestellt. Es bündelt Texte, die Christian Kreis in seiner Zeit im Künstler- und Stipendiatenhaus 2023 geschrieben hat. Von der ultimativen Baumkuchenverkostung und dem schönsten Sperrmüllhaufen bis hin zu einem Freibadtest, Glockenläuten und dem Tierpark reichen die Beobachtungen im Venedig Sachsen-Anhalts.
Auch Christine Hoba war 2020 Stipendiatin in Salzwedel. Neben Romanen schreibt sie Gedichte und Kurzgeschichten. Es trifft sich sehr gut, dass Christine Hoba und Christian Kreis zufälligerweise ein Paar sind. Erfahren Sie mehr über die beiden aus ihren oft ironisch-melancholischen und heiteren Texten.
Der Verein des Künstler- und Stipendiatenhauses hat das Heft mit den beiden Künstlern aufgelegt. Dank der Förderung der Sparkasse Altmark und privaten Spendern konnte das Heft gedruckt werden. Viele Exemplare lagen schon unter dem Weihnachtsbaum. Wer gerne noch ein Heft erwerben möchte, schreibt bitte an die Mail-Adresse stipendiatenhaus-salzwedel@t-online.de.
21.11.2024
2. Advent im Künstler-und Stipendiatenhaus
Am 8. Dezember 2024 von 14 – 18 Uhr in der Kleinen Prediger Straße 1 in Salzwedel.
Seien Sie bei Weihnachtsleckereien & Glühwein herzlich eingeladen:
UM 15 Uhr zu einer Lesung aus dem Salzwedeler Sammelsurium mit Christian Kreis und Christina Hoba
ZU Atelierrundgängen mit ausgestellter/n
– Historischer Kleidung aus Leinen und Blaudruck – entworfen von Christa Maria Meyer
– Gefilzten Kollagen – Werke von Ananja Kriszun
– Fotografien vom aktuellen Stipendiaten Florian Glaubitz


