Kleidung & Accessoires aus dem Schaffen von Christamaria Meyer-Püggen gesucht
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums des Künstler- und Stipendiatenhauses im September 2027 ist eine besondere fotografisch-künstlerische Ausstellung des ehemaligen Stipendiaten Florian Glaubitz geplant. Die Ausstellung soll im Gedenken an die Initiatorin Christamaria Meyer-Püggen entstehen. Als hochangesehene Künstlerin in der DDR und als Politikerin in der Nachwendezeit setzte sie sich unermüdlich für das Entstehen und die Entwicklung des Künstler- und Stipendiatenhauses ein. Ihr Wirken und ihr Engagement sollen mit diesem Ausstellungsprojekt gewürdigt und in besonderer Weise lebendig gehalten werden.
Für seine fotografische Arbeit möchte sich Florian Glaubitz mit dem Werk und der Person von Christamaria Meyer-Püggen künstlerisch auseinandersetzen, dabei sollen u.a. Kleidungsstücke und Accessoires aus ihrem Nachlass fotografisch abgebildet werden.
Dafür werden Leihgaben gesucht
Gesucht werden Kleidungsstücke, Accessoires und persönliche textile Stücke, die aus dem Nachlass von Christamaria Meyer-Püggen stammen und für die fotografische Arbeit zur Verfügung gestellt werden können. Die Stücke werden ausschließlich für wenige Tage zur Erstellung der Fotografien ausgeliehen. Florian Glaubitz befindet sich nur im Oktober 2026 im Altmarkkreis Salzwedel, daher ist Eile geboten. Er würde die Leihgaben nach Möglichkeit persönlich entgegennehmen und die Gegenstände nach dem Fotografieren so zeitnah wie möglich und selbstverständlich vollständig zurückgeben.
Im Zusammenhang mit der Ausstellung ist zudem die Herausgabe eines Katalogs geplant, in dem die fotografische Arbeit dokumentiert und das Ausstellungsprojekt nachhaltig festgehalten werden soll.
Wer kann helfen?
Wer noch Kleidungsstücke oder Accessoires aus dem Nachlass von Christamaria Meyer-Püggen besitzt und diese für das Projekt zur Verfügung stellen möchte, wird herzlich gebeten, sich direkt bei Florian Glaubitz zu melden.
Kontakt:
Florian Glaubitz
E-Mail: mail@florianglaubitz.net
Jedes zur Verfügung gestellte Stück kann dazu beitragen, Erinnerungen an Christamaria Meyer-Püggen und ihr Wirken für kommende Generationen sichtbar zu machen.
Wir freuen uns über Hinweise und Leihgaben.
Der Vorstand
Verein zur Förderung des Künstler- und Stipendiatenhauses des Altmarkkreises Salzwedel
28.09.2026
Von Körpern und Stoffen
Die Kreisvolkshochschule Altmarkkreis Salzwedel hat am Donnerstag, 17. September 2026, zum Künstlercafé in das Künstler- und Stipendiatenhaus eingeladen. Dort hat der bildende Künstler David Behrens, der seit Anfang Juli in Salzwedel lebte, seine künstlerische Arbeit mehr als 20 interessierten Besuchern und Besucherinnen präsentiert. Im Mittelpunkt seiner Werke stehen Bekleidungsstoffe und Körper sowie deren Verbindung miteinander.
Im Rahmen des Künstlercafés gab David Behrens Einblicke in seinen fortlaufenden Werkzyklus „imprints“. Dabei verwandelt er Denimstoffe durch mechanische und chemische Bearbeitungsprozesse – darunter Schleifen, Bleichen und Cyanotypie – in monochrome Bildflächen. Die Stoffe werden zugleich zum Bildträger, Werkzeug und zur Farbe und bewegen sich an der Schnittstelle von Zeichnung und Malerei.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist das Verhältnis von Körper und Kleidung. Abformungen menschlicher Körper überträgt Behrens auf textile Oberflächen. Durch die fotografische Technik der Cyanotypie treten Körper, Material und Licht in einen unmittelbaren Dialog. Seine Arbeiten werfen dabei Fragen nach Erinnerung, Identität und Materialität auf.
Beim Künstlercafé berichtete er über seine künstlerische Praxis, seine Arbeitsprozesse und die während seines Aufenthalts entstandenen Ideen und Werke. Dabei geht es auch um die Entwicklung zwei- und dreidimensionaler Arbeiten aus unterschiedlichen Bekleidungsstoffen sowie um die Grenzen zwischen Textil, Skulptur und Bild. @_AMK

David Behrens gab während des Atelierrundgangs den Besuchern Erläuterungen zu seinen Arbeiten @_Verein
16.08.2026
Konzert im Stipendiatenhaus
Im Rahmen des 31. Musikfestes Altmark ist im Künstler- und Stipendiatenhaus in Salzwedel die Osterburger Musikerin Sophie-Charlotte Sasse am 20. August 2026 aufgetreten. Mehr als 30 Gäste haben sich auf dem Hof des Stipendiatenhauses an diesem launigen Sommerabend eingefunden und konnten Lieder und Texte über das Glück, die Hoffnung und die Liebe – mal heiter, mal nachdenklich und berührend hören. Werke von Hanns-Dieter Hüsch, Mascha Kaléko, Rio Reiser, Max Raabe, Udo Lindenberg und vielen anderen wurden von der Künstlerin musikalisch gestaltet, gesungen und gelesen. Es war ein Abend mit Zuversicht, Leichtigkeit und leiser Poesie.
Die Osterburgerin Sophie-Charlotte Sasse studierte 2009-2015 Kirchenmusik an der evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle/Saale und wirkt seit 2015 als Kirchenmusikerin und Musiklehrerin in der Altmark.

Sophie-Charlotte Sasse beim Konzert auf dem Hof des Stipendiatenhauses_@_Verein

Zahlreiche Gäste waren der Einladung zum Musikfest Altmark gefolgt_@_Verein
19.07.2026
Eine Verbindung zwischen Textil und Körper
Seit Anfang Juli ist der bildende Künstler David Behrens zu Gast im Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises Salzwedel. Während seines mehrmonatigen Aufenthalts wird er seine künstlerische Arbeit, die sich mit Bekleidungsstoffen, und Körpern beschäftigt, weiterentwickeln.
Im Mittelpunkt seines Arbeitsvorhabens steht sein fortlaufender Werkzyklus imprints. Behrens beschäftigt sich darin mit den materiellen und körperlichen Eigenschaften von Denimstoffen, die er durch mechanische und chemische Bearbeitungsprozesse – darunter Schleifen, Bleichen und Cyanotypie – in monochrome Bildflächen transformiert. Die Stoffe fungieren dabei zugleich als Bildträger, Werkzeug und Farbe und bewegen sich an der Schnittstelle von Zeichnung und Malerei.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Körper und Kleidung. Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind Abformungen menschlicher Körper, deren plastische Strukturen er auf textile Oberflächen überträgt. Dies gelingt ihm unter anderem durch die fotografische Technik der Cyanotypie. Da die textilen Objekte beim Belichtungsprozess direkt am Körper getragen werden, treten Körper, Material und Licht in einen unmittelbaren Dialog und werden Teil eines künstlerischen Prozesses,
der Fragen nach Erinnerung, Identität und Materialität aufwirft.
Um seine Kunstwerke zu entwickeln nutzt er die Methode des Prototypings oder wie David Behrens seine Arbeitsweise erklärt: „Mit geht es darum viel auszuprobieren. Jeder Prototyp ist dabei ein Schritt nach vorn – selbst dann, wenn er zunächst wie Scheitern aussieht. Denn genau im Scheitern liegen oft die spannendsten Ideen.“
Der Aufenthalt im Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises Salzwedel bietet David Behrens die Möglichkeit, seine materialorientierte künstlerische Praxis weiter auszubauen: „Für meinen Aufenthalt im Künstler- und Stipendiatenhaus habe ich mir wieder eine Nähmaschine gekauft. Damit knüpfe ich an meine Anfänge im Modedesign-Studium an und greife ein Medium wieder auf, das meinen künstlerischen Blick von Beginn an geprägt hat. Aus Bekleidungsstoffen unterschiedlicher Art möchte ich sowohl zweidimensionale
als auch dreidimensionale Werke entwickeln, welche die Grenzen zwischen Textil, Skulptur und Bild ausloten.“

David Behrens (l.) demonstriert Antje Schwesig die Vorgehensweise seiner Arbeiten mit Textilien_@AMK
Im Künstlercafé am 17. September 2026 können Sie erfahren, welche dieser Ideen David Behrens umgesetzt hat. Also, merken Sie sich diese Veranstaltung gern schon einmal in Ihrem Terminkalender vor. @_AMK
Mehr zu David Behrens finden Sie auf seiner Webseite: https://www.david-behrens.de/
13.06.2026
Künstlercafe`mit Yasuko Yamaguchi
Die Kreisvolkshochschule Altmarkkreis Salzwedel hat am 18. Juni 2026 zum Künstlercafé in das Künstler- und Stipendiatenhaus eingeladen. Zu Gast ist die japanische Komponistin Yasuko Yamaguchi, die seit April als Stipendiatin in der Hansestadt lebt und arbeitet.
Zum Ende ihres dreimonatigen Aufenthalts hat die Komponistin Einblicke in ihr aktuelles Schaffen gegeben und ihre künstlerischen Projekte vorgestellt. Im Mittelpunkt stand dabei ihr Kompositionszyklus „Schattenlicht“, dessen Ursprung in einer Begegnung mit der in Italien lebenden Glaskünstlerin Oki Izumi liegt. Deren faszinierende Glasskulpturen inspirierten Yamaguchi bereits 2022 zur Komposition des ersten Teils von „Schattenlicht“. Inzwischen ist ein zweiter Teil entstanden, und während ihres Aufenthalts in Salzwedel arbeitete sie an der Fortsetzung des Werkes.
Der dritte Teil von „Schattenlicht“ entsteht unter dem Eindruck der Altmark und ihrer besonderen Atmosphäre. Inspiriert von der ehemaligen Teilung Deutschlands sowie von den Flüssen Jeetze und Dumme, die sich zu einem gemeinsamen Lauf verbinden, entwickelt Yamaguchi eine Komposition für Akkordeon und Schlagzeug. Beide Instrumente treten zunächst als eigenständige Stimmen auf, nähern sich im Verlauf des Werkes jedoch immer stärker an und treten schließlich in einen intensiven musikalischen Dialog.
„Musik ist für mich, Zeit mit Tönen zu gestalten“, beschreibt Yasuko Yamaguchi ihre künstlerische Haltung. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Werke, in denen Klänge, Erinnerungen, Räume und Stimmungen auf besondere Weise miteinander verwoben werden.
Beim Künstlercafé hat die Komponistin ihre Arbeit beeindruckend vorgestellt und die Zuhörer einen inspirierenden Ausblick auf „Schattenlicht 3“ gegeben: Das Werk, das die Eindrücke ihres Aufenthalts in Salzwedel aufgreift, hat sie beispielhaft am Klavier präsentiert.Die Uraufführung mit den vorgesehenen Originalinstrumenten Akkordeon und Schlagzeug ist bereits in Planung. @AMK



