Ansprechpartner: Simone Franz Altmarkkreis Salzwedel – Kulturamt – Telefon: 03901 840 4202

Tel.: 03901 840 4202

Start $ Neuigkeiten

Neuigkeiten

12.04.2026

Musikalische Gegensätze & Annäherung

Portraitfoto Yasuko Yamaguchi vor dem Tor des Stipendiatenhauses_@amk

Die talentierte Komponistin Yasuko Yamaguchi hat Anfang April ihr Stipendium im Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises Salzwedel aufgenommen. Dazu gab sie erstmals exklusive Einblicke in ihre spannenden Pläne bei einem Pressegespräch.
Bereits im Jahr 2016 kam sie mit der Hansestadt Salzwedel während ihres dreimonatigen Aufenthalts am Künstlerhof Schreyahn in Niedersachsen in Berührung. Schon damals zog sie die Magie der Natur und die zauberhaften Fachwerkhäuser in ihren Bann – so sehr, dass sie zurückkehren wollte und sich für das Stipendium im Künstler- und Stipendiatenhaus bewarb. Nun widmet sie sich genau hier einem neuen, spannenden Kompositionsprojekt.

Im Rahmen ihres Aufenthaltes in Salzwedel plant Yamaguchi, ein Werk unter dem Arbeitstitel „Schattenlicht 3“ für Akkordeon und Schlagzeug zu komponieren. Inspiriert von der Teilung Ost- und Westdeutschlands und auch vom Flussverlauf der Jeetze und der Dumme, die sich zu Einem verbinden, experimentiert sie mit der musikalischen Darstellung von Trennung und Annäherung. Dabei sollen sich das Akkordeon und das Schlagzeug zunächst als eigenständige Parteien gegenüberstehen. Doch im Verlauf des Musikstücks nähern sich beide an und führen schließlich einen intensiven Dialog.
Yasuko Yamaguchi arbeitet auf traditionelle Weise: Sie beginnt ihre Kompositionen mit handschriftlichen Aufzeichnungen von Ideen und kurzen Notizen zunächst in Wortform. Aus diesen entstehen schließlich Melodien, die sie sorgfältig auf Notenpapier festhält. „Ich komponiere sehr langsam, weshalb ich bis zum Ende meines Stipendiums voraussichtlich noch kein vollständiges Musikstück präsentieren kann.“, betonte sie jedoch.

Yasuko Yamaguchi schätzt vor allem die Ruhe und Konzentration, die ihr der Aufenthalt ermöglicht, um sich vollständig auf ihre kompositorische Arbeit zu konzentrieren – eine Chance, die wegen ihres privaten Engagements als Klavierlehrerin sonst nur selten besteht.
Um Inspiration zu finden, geht Yasuko Yamaguchi gerne wandern, liebt Fachwerkhäuser, das Vogelgezwitscher und die Weite. All das bietet die Altmark in Hülle und Fülle und besitzt damit ein großes kreatives Potenzial. „Ich war von Anfang an von den schiefen Fachwerkhäusern fasziniert.“ meinte Yasuko Yamaguchi und setzte mit einem Augenzwinkern hinterher. „Und ich komponiere schräge, neue Musik. Das passt gut zusammen.“ Nun freut sie sich schon darauf, ihre Umgebung besser kennenzulernen und sich von ihr inspirieren zu lassen.
Wie das dann klingt, können Sie zum Künstlercafé am 18. Juni 2026 erfahren. Also, merken Sie sich diese Veranstaltung gern schon einmal in Ihrem Terminkalender vor.

Mehr zu Yasuko Yamaguchi
Yasuko Yamaguchi wurde 1969 in Nagasaki, Japan, geboren. Sie studierte Komposition an der Tokyo National University of Fine Arts and Music bei Akira Kitamura, Hideo Kobayashi und Michio Mamiya. Anschließend absolvierte sie ein Aufbaustudium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei Manfred Trojahn, welches sie 2000 mit Diplom abschloss.
Die Yasuko Yamaguchi erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf für Musik (2005) sowie verschiedene Stipendien, unter anderem vom Künstlerhof Schreyahn (2016), der Kulturstaatsministerin im Deutschen Studienzentrum Venedig (2018), vom Musikfonds Berlin und dem Deutschen Musikrat. Zuletzt lebte sie als Stipendiatin im Sommer 2022 in Bellwald, Schweiz, und ist im Sommer 2027 für drei Monate in der Fondazione Casa Atelier Bedigliora in der Schweiz eingeladen.
Zu ihren bedeutenden Kompositionsaufträgen zählen Werke für Music From Japan (New York), die Kunststiftung NRW, die Tonhalle Düsseldorf und die Dr. Karl Emil und Lilli Brügmann Stiftung. Das Orchesterwerk „Das Stehaufmännchen ist umgefallen“ (1999) wurde für den 10. Akutagawa-Kompositionspreis nominiert und von führenden japanischen Orchestern wie dem Kyoto Symphony Orchestra und dem New Japan Philharmonic Orchestra aufgeführt.
Yasuko Yamaguchis Werke wurden weltweit von Ensembles wie dem E-MEX Ensemble, Studio Musikfabrik, 175 East (Neuseeland), dem Tokyo Sinfonietta und weiteren präsentiert. Zahlreiche internationale Festivals wie das ACL Festival in Taiwan, die International Gaudeamus Music Week in den Niederlanden, die Münchener Biennale und das Music From Japan Festival in New York zählten zu ihren wichtigen Auftrittsorten.
Yasuko Yamaguchi lebt und arbeitet als freischaffende Komponistin in Düsseldorf.

Weitere Informationen und Hörproben finden Sie auf ihrer Webseite:
www.yasukoyamaguchi.com
(@AMK)

 



11.03.2026

Künstlercafe‘ mit Stipendiatin Heekeun Kim am 19.03.2026

Abbildung einer Arbeitsprobe - einer Seite in einem Buch @_Verein

Am Donnerstag, den 19. März 2026 veranstalteten die Kreisvolkshochschule und der Verein des Künstler- und Stipendiatenhauses ein Künstlercafé mit der bildende Künstlerin Heekeun Kim. Sie stellte ihre während des dreimonatigen Stipendiums entstandenen Arbeiten vor.

Ihr Thema in Salzwedel: Perspektivwechsel. Sie arbeitet mit urbanen Räumen und dem Spiel von gewöhnlichen Sichtweisen & deren Verkehrungen. Dabei setzt sie sich mit Maßen, Formen, Proportionen und deren Warnehmung auseinander.

Die Künstlerin präsentierte im Atelier des Künstler- und Stipendiatenhauses zwei von ihr entworfenen änderbare Rauminstallationen, eine davon vom Fachwerkreichtum der Hansestadt Salzwedel inspiriert.

Gäste des Künstlercafe`s im Atelier des Künstler- und Stipendiatenhauses

Gäste des Künstlercafe`s im Atelier des Künstler- und Stipendiatenhauses @_Verein

Abbildung einer Arbeitsprobe - einer Seite in einem Buch @_Verein

Abbildung einer Arbeitsprobe @_Verein

Mehr:
Heekeun Kim wurde 1979 in Seoul geboren und lebt in Braunschweig. Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit der Rolle und dem Einfluss von Architektur sowie der Funktion temporärer Räume. Während ihres Stipendiums hat sie sich intensiv mit architektonischen Interventionen auseinandergesetzt – nicht nur forschend, sondern auch im lebendigen Dialog mit dem Ort selbst. Heekeun Kim studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig und war Meisterschülerin bei Prof. Thomas Virnich. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter das Jahresstipendium des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (2024) und das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn (2023). Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem bei der Wrong Biennale in Alicante (Spanien) (2023/2024) und der Documenta 15 in Kassel (2022). @AMK



31.01.2026

Ein neues Kapitel der künstlerischen Raumwahrnehmung

Stipendiatin Heekeun Kim stellt sich im Künstler- und Stipendiatenhaus vor

Künstler- und Stipendiatenhaus wird kreatives Zuhause für Heekeun Kim.

Mirko Rathke, Vorsitzender des Fördervereins des Künstler- und Stipendiatenhauses, begrüßte in Begleitung von Vertretern des Altmarkkreises Salzwedel und der Hansestadt Salzwedel die erste Stipendiatin des Jahres: Heekeun Kim.
Erst vor einer Woche ist die Südkoreanerin in das Stipendiatenhaus gezogen, doch erste Eindrücke von ihrer neuen Umgebung konnte sie schon bei einer Stadtführung mit Ines Kahrens sammeln. „Die Architektur der Stadt gefällt mir sehr, besonders die Fachwerkhäuser mit ihrer Struktur bieten eine wunderbare Grundlage für meine Kunst.“, so Heekeun Kim. Ihre künstlerische Praxis ist tief in der Auseinandersetzung mit Architektur und temporären Räumen verwurzelt. Besonders der Rathausturm und der Bürgermeisterhof sind ihr nach den ersten Erkundungen in der Hansestadt im Gedächtnis geblieben.

Im Rahmen ihres Stipendiums möchte sie räumliche Interventionen entwickeln, welche die Wechselbeziehung zwischen Körper und Architektur erforschen. Ihr Fokus liegt auf den oft übersehenen „Zwischenräumen“ – jenen subtilen Orten, die in unserer Wahrnehmung meist nicht im Mittelpunkt stehen, jedoch ein enormes kreatives Potenzial besitzen. In einer ihrer früheren Arbeiten hatten sie beispielsweise eine Wand auf dem Boden eins zu eins gespiegelt, so dass die bestehende vertikale Struktur in eine horizontale umgewandelt wurde. Durch diese Veränderung entstand eine neue räumliche Dynamik, welche die Wahrnehmung des Raumes und die Bewegungsmöglichkeiten neu definierte.
Für die nächsten drei Monate wird das Künstler- und Stipendiatenhaus ihr kreatives Zuhause sein, wo sie nach Inspiration sucht und Ideen für ihre Installationen entwickelt. Heekeun Kim betonte: „Ich möchte mich auf ein architektonisches Detail eines Raumes der Stadt spezialisieren und durch Veränderungen am Objekt neue Perspektiven schaffen.“ Dabei will sie nicht nur Kunst zum Ansehen erschaffen, sondern dreidimensionale Werke zum Anfassen und Erleben. Sie plant, durch Einbauten oder reduzierte Modelle interessante Innenräume neu zu gestalten und den Dialog zwischen Kunst und Publikum zu fördern. Dabei ist offen, welche Materialien Sie für ihre Kunst verwenden wird.

Mehr zu Heekeun Kim
Heekeun Kim wurde 1979 in Seoul geboren, wo sie von 1999-2001 Fotografie am Seoul Institute of Arts studierte. 2012 nahm Sie ein Diplomstudium bei Prof. Björn Dahlem und Prof. Thomas Virnich an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig auf, welches sie 2017 abschloss. 2018 erlangte sie den Meisterschülertitel bei Prof. Thomas Virnich.

Kims Schaffen wurde durch verschiedene Stipendien gefördert. Im Jahr 2024 erhielt sie sowohl das Arbeitsstipendium der Künstlerhäuser Worpswede als auch ein Jahresstipendium des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Diese Auszeichnungen folgen auf ein bemerkenswertes Jahr 2023, in dem sie das NEUSTARTplus-Stipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn erhielt.
Ihre künstlerische Praxis wird zudem durch internationale Ausstellungen gefördert. Zu den bemerkenswerten Ereignissen zählen ihre Teilnahme an der The Wrong Biennale 2023/2024 in Alicante, Spanien, sowie an verschiedenen Ausstellungen in Deutschland, darunter „Entäusserungen“ in der Städtischen Galerie Braunschweig (2022) und „Whence comes this rush of wings?“ im Künstlerstätte Stuhr Heiligenrode (2019). @_AMK



20.12.2025

Künstlercafe`am 18. Dezember mit Johannes Weilandt

Weilandt vor einer Schädelzeichnung während seiner Präsentation

Die Kreisvolkshochschule des Altmarkkreises Salzwedel und der Verein zur Förderung des Künstler- und Stipendiatenhauses hatten am 18. Dezember 2025 zum Künstlercafe` eingeladen. Bei Kaffee, Tee und kleinen  Leckereien hat der aktuelle Stipendiat Johannes Weilandt interessierten Gästen Einblicke in seine Kunst und sein Leben gegeben.

Johannes Weilandt lebt und arbeitet in Berlin und Halle Saale. Er studierte Freie Kunst / Bühnen- und Kostümbild an der Weißensee Kunsthochschule Berlin und der Universität der Freien Künste Belgrad. Seinen seriellen Zeichnungen gehen zumeist intensive Recherchen in medizinhistorischen Sammlungen und Archiven voraus. Von zentraler Bedeutung ist für ihn dabei die kritische Auseinandersetzung mit der Institutionalisierung des menschlichen Körpers und damit verbundenen repräsentationsethischen Fragestellungen.

Während seines Stipendienaufenthaltes im Künstler- und Stipendiatenhaus in Salzwedel setzte sich der bildende Künstler Johannes Weilandt ausgehend von seinen zeichnerischen Studien eines Schädelpräparats aus den Meckelschen Sammlungen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der MLU Halle-Wittenberg mit der sogenannten „Gallschen Schädellehre“ auseinander. Benannt nach dem deutschen Arzt Franz Josef Gall (1758-1828) behauptete diese, anhand rein äußerlicher Merkmale die Veranlagung und den Charakter eines Menschen bestimmen zu können.
Für das Künstlercafé hat Weilandt einen Einblick in den Prozess seiner kritischen, künstlerischen Auseinandersetzung mit den verheerenden Folgen dieser inzwischen wissenschaftlich widerlegten Lehre anschaulich präsentiert und erläutert. Am Beispiel früherer und aktueller Arbeiten spraicht er dabei auch über die Methode und Bedeutung der künstlerischen Recherche für seine zeichnerische Praxis. @_AMK

Einige Gäste sind der Einladung zum Künstlercafe gefolgt

Einige interessierte Gäste sind der Einladung zum Künstlercafe gefolgt



17.11.2025

2. Advent im Künstler- und Stipendiatenhaus 2025

Flyer 2. Advent mit Veranstaltungsankündigungen

Sonntag 07.12. von 14 – 18 Uhr
› Ausstellungen „Illustrationen“ – Artist Mirko Rathke
› Zeichnungen „vermessen“ – Stipendiat Johannes Weilandt
› „Filmsequenzen“ – Künstler-Cafe
*14 Uhr:* Gitarrenduo „Norbert Leitel & Jörg Rahmsdorf“
*16 Uhr:* Chor „Soundqueens“
bei Schmalz- und Quittenstulle, Lebkuchen sowie Glühwein

Künstler- und Stipendiatenhaus | Kleine Prediger Str. 1 | Salzwedel

 

 



Kontakt

Altmarkkreis Salzwedel
– Kulturamt –
Simone Franz

03901 840 4202

E-Mail (öffnet E-Mail-Programm)

 Sponsoren

 

Logo der PVGS mit externem Link zur Startseite von http://pvgs-salzwedel.de/

Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel mbH
Böddenstedter Weg 18
29410 Hansestadt Salzwedel

Logo der Sparkasse Altmark West mit externem Link zur Startseite von https://spaw.de

Sparkasse Altmark West
Wallstraße 1
29410 Salzwedel

Logo der Werbeagentur Remark mit externem Link zur Startseite von https://remark.media

REMARK – Reklame aus der Altmark
Nordbockhorn 2a
29410 Salzwedel

Accessibility Toolbar